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Presseberichte 2008

Pressemitteilung               
Herbstausflug der AWO  - Auf den Spuren von Kaiser Barbarossa
Interessante Führung durch den Pfälzer Wald

Dieser Tage trafen sich Mitglieder und Freunde der Ketscher Arbeiterwohlfahrt auf dem Marktplatz zur Abfahrt zum traditionellen Herbstausflug. Wie beliebt die AWO-Ausflüge sind, zeigt der vollbesetzte Bus mit über 50 Teilnehmern. Bei idealem Reisewetter begrüßte der 1. Vorsitzende, Heinrich Fuchs, mit fröhlichen Worten die große Schar von Ausflüglern und wünschte einen vergnügten, erlebnisreichen Tag.
Im modernen Fernreisebus ging die Fahrt über Speyer und Landau nach Annweiler an der Queich.
Als eine Augenweite präsentierte sich die attraktive Landschaft im Wasgau. Hier zeigt sich der Pfälzerwald als eine der schönsten deutschen Mittelgebirgslandschaften. Sanfte Hügel mit wildreichen Waldgebieten und faszinierend mächtige Felsformationen sowie fruchtbare Täler mit Streuobstwiesen wechselten harmonisch einander ab bis man als erstes Etappenziel ein mehrfach ausgezeichnetes Café in Annweiler am Trifels erreichte. Dort stärkten sich die Ausflügler mit Kaffee und Kuchen aus eigener Backstube und genossen die hausgemachten Eisspezialitäten.
Die Reiseteilnehmer hatten ausreichend Gelegenheit das malerische ehemalige Reichsstädtchen im Tal der Queich  zu besichtigen. Im Stadtkern fand man idyllische Winkel und Gässchen mit alten Fachwerk- und Sandsteinhäusern. Man konnte auch die mächtige Burg Trifels bestaunen. Sie war während der Staufferzeit die Lieblingsburg von Kaiser Friedrich l. Barbarossa und auch das Herzstück des Deutschen Reiches. Diese imposante Feste, flankiert von den Burgen Anebos und Scharfenberg, beherbergte in den Jahren 1193/94 Richard Löwenherz als Gefangenen, der erst nach einer Zahlung von Lösegeld wieder freikam.

Durch den Pfälzerwald mit seinen Burgen, Forsthäusern und einsamen Waldsiedlungen ging die Fahrt weiter Hauenstein nach Pirmasens. Dort besichtigte die Gruppe die Schuhfabikationsstadt.

In der „Schlabbestadt“ wie Pirmasens liebevoll von den Einheimischen genannt wird, zeigen die Pfälzer wie sich die Schuhmacherei von der Heim- und Handarbeit zur maschinellen Serienproduktion entwickelt hat, wie sie das Leben der Stadt bestimmte, für Brot sorgte, aber oft auch mit großer Armut einherging. Spätestens im 18. Jahrhundert hatte die Schlabbemacherei begonnen, und um 1790 herum wurde die erste Fabrik eröffnet. Gleichzeitig aber blühte die Heimarbeit: 1850 war die Arbeit am häuslichen Tisch zu mindest Teil des täglichen Broterwerbs und wurde oft neben der Landwirtschaft betrieben. Mit der Zeit entwickelte sich eine beachtliche Schuhindustrie und fortan sprach man in der Pfalz von der Deutschen Schuhmetropole. Interessant war auch die attraktive Innenstadt mit Fußgängerzone, der imposante Schloßbrunnen, auf dessen höchstem Punkt eine sehenswerte Stierplastik thront. Sehenswert war auch das „Alte Rathaus sowie das Schuhmuseum.

Zum geselligen Abschluss fanden sich die Teilnehmer Forsthaus Beckenhof mitten im Pfälzer Wald zusammen. Nach einem üppigen und schmackhaften Abendessen bestehend aus Pfälzer Spezialitäten, teilweise aus eigener Schlachtung machten sich viele Ausflügler auf um bei angenehmen Temperaturen die frische Waldluft zu genießen. Aber auch auf der Sonnenterrasse oberhalb des Forsthauses wurde ein Schwätzchen gehalten und die Ruhe genossen.

Bevor man sich auf die Heimreise machte erklangen noch einige Lieder und als ein Fazit gezogen wurde, kam man überein, dass den Organisatoren allen voran dem 1. Vorsitzenden und Reiseführer Heinrich Fuchs ein großes Dankeschön gebührt für diesen sehr schönen Nachmittag. Und so kann man sich bei der AWO schon auf den nächsten Ausflug freuen.

Bericht aus der Schwetzinger Zeitung vom 16.12.2008

SZ-16-12-08